D'Wahl Lump'n

Bayerische Komödie in 3 Akten von Peter Landstorfer
2008

Um wos geht’s?

Die Gemeinde Stöttham steht genauso wie Hallbergmoos kurz vor der Bürgermeisterwahl. Der amtierende Bürgermeister F. X. Irlacher kann seiner Wiederwahl getrost entgegensehen, hatte er doch noch nie einen Gegenkandidaten. Dementsprechend träge führt er auch zusammen mit seinem Gemeindebeamten Wimmerl die Amtsgeschäfte. Doch dann kommt alles ganz anders. Plötzlich gibt es einen zweiten Kandidaten, der von den Frauen des Dorfes unterstützt wird. Ein heißer Wahlkampf entbrennt, der in einem ungleichen Rededuell der beiden Bewerber am Wahltag gipfelt. Keiner kann sich seiner Wahl sicher sein und so beschließt man in beiden Lagern, dem Wahlergebnis durch eine Lumperei etwas auf die Sprünge zu helfen…

Wia Immer
Ob in den Gemeinden Stöttham und Hallbergmoos Paralellen bestehen, überlassen wir ganz dem Auge des Betrachters, auf jeden Fall darf sich auf einen heissen und lustigen Wahlkampf und das entsprechende Ergebnis gefreut werden!

Rollen

Rolle

Schauspieler

F.X. Irlacher

Bürgermeister von Stöttham

Irlacherin

seine Frau

Wimmerl

Gemeindebeamter

Maria Villmayrin

Großbäuerin

Apolonia Hanftl

Kramerin

Rosa Datschl

Bedienung im Roten Ochsen

Alfons Gsodmoar

Metzger und Feuerwehrhauptmann

Hartl Heignmoser

1. Bauer

Bart Krutznbichler

2. Bauer

Henschl

Pfannenflicker

Gustav Stüder

“a Preiss”

Infos zum Stückl
Titel: D'Wahl Lump'n
Autor: Peter Landstorfer
Akte: 3
Genre: Bayerische Komödie
Erscheinungsjahr: 1996
Spielminuten: ca. 90 Min.
Damen: 4
Herren: 7

Hinter de Kulissen

Regie & Moderation
Souffleuse
Maske
Bühnenbau

Leitung:

Franz Rothböck
Armin Karl
Dieter Spar
Hermann Schmidmeier
Sigi Dattinger
Anton Wimmer

Musik
Bühnenmalerei
D'Wahl Lump'n

Impressionen

Pressestimmen

Mooskurier

Gschriem: 11.04.2008

„D‘ Wahllump’n“ – oder „Der Wahlkampf kehrt zurück“
Vorstellung der Moosbühne erntet großen Beifall

„A Preuß bedeutet nie was Gutes“ und andere bösen Sprüche mehr, sorgten für herzliches Gelächter unter dem Gemeindesaalpublikum. Die Macher der Moosbühne Graf Hallberg entführten in die bayerische Gemeinde Stöttham der 50er-Jahre. Dort glaubt das Gemeindeoberhaupt Irlacher an seine Fortsetzung der Amtsgeschäfte. Denn einen Gegenkandidaten für das Bürgermeisteramt gibt es nicht. Noch nicht…

Plötzlich erscheint Gustav Stüder – ein Preuße – nicht nur leibhaftig und amüsant dargestellt von Alexander Waldhier auf der Theaterbühne, sondern auch auf der Bildfläche in der Komödie „D‘ Wahllump’n“ von Peter Landstorfer. Im Sturm erobert er die Herzen der (Stötthamer) Damenwelt und wird zum Widersacher von Irlacher. Ein heißer Wahlkampf und ein ungleiches Rededuell – ein paar Ähnlichkeiten zur erst wenige Wochen zurückliegenden Kommunalwahl in Hallbergmoos waren durchaus gestattet. Äußerungen wie „Gemeinwohl geht vor Einzelwohl“ dürften dem ein oder anderen Theaterbesucher aus dieser Zeit noch in lebhafter Erinnerung geblieben sein. Gerahmt waren die drei Akte des Stückes in ein kulinarisches Verwöhnprogramm und musikalische Untermalung, die in insgesamt vier Vorstellungen zum Tragen kamen. „Alle unsere Aufführungen waren gut besucht und fast immer ausverkauft“, bestätigte auch Patrick Schosser, der gemeinsam mit Christine Wimmer die Funktion der Theaterleitung einnimmt. Sogar die Benefizveranstaltung für die Seniorinnen und Senioren der Gemeinde mit Kaffee und Kuchen erlebte einen positiven Trend. Viel Arbeit und persönliches Engagement verbergen sich hinter den mit Bravour gemeisterten Theaterabenden. Von der Stückauswahl über das Bühnenbild und die Besorgung von Kostümen und Requisiten bis hin zu den Proben und den vielen großen und kleinen Handgriffen vor der Aufführung selbst waren die Mitwirkenden seit Mitte Januar unermüdlich im Einsatz. „Jetzt brauchen wir einfach ein bissel Zeit zum Schnaufen“, hieß es von Patrick Schosser, der als Metzger Alfons Gsodmoar auf der Bühne zu sehen war. Vergnügliche Stunden waren das erklärte Ziel der Moosbühnen-Crew für ihr Publikum. Das Fazit lautet: Ziel erreicht! Und nicht nur mit dem Stück haben die Hallbergmooser Laienspieler eine gute Wahl getroffen. Vor allem das Bühnenbild, Requisiten, Deko und Kostüme waren eine echte Herausforderung, denn schließlich galt es, längst vergangene Zeiten anschaulich darzustellen. Eine Meisterleistung, mit der sich vor allem Bernhard Kopp und seine „Kollegen“ verdient gemacht haben.
Übrigens: Ein Teil des Erlöses aus den drei Aufführungen soll einem guten Zweck zugeführt werden. Und spätestens dann wird man von der Moosbühne wieder mehr erfahren!

Der Hallberger

Gschriem: 07.04.2008

Wahlkampf ins Publikum verlegt

Mit einem Augenzwinkern und Anspielungen auf den vorangegangenen Wahlkampf führte die Moosbühne Graf Hallberg heuer ihr Stück „D‘ Wahl-Lump’n“ von Peter Landstorfer im Gemeindesaal auf. Vor ausverkauftem Haus gab es zunächst Gstanzerl mit so netten Anspielungen wie „De Kinder ja de gfrein se, de san ja voller freid, denn bis zum Badeweiher, is jetz a nimmer weit“ oder „mit unsra neien Hauptschul, wern alle jetz recht gscheid“.

Mit begeisternder Spiellaune spielten die Hallbergmooser Laienschauspieler der Moosbühne grandios auf. Auf der liebevoll, mit zahlreichen wirklich alten Requisiten, gestalteten Bühne demonstrierten Markus Streitberger als Gemeindebeamter, Helmut Wolter als Bürgermeister F.X. Irlacher und Renate Schmidmeier als Bürgermeistergattin das beschauliche langsame Bürokratenleben. Dagegen wartete die Kramerin, gespielt von Karin Troidl auf ihren neuen Pass Woche um Woche und Großbäuerin Villmayerin alias Gisela Fritschi kämpfte für ihren Grenzsteinberichtigungsantrag.

Mit dem Zuzug des Preußen Gustav Stüder, gespielt von Alexander Waldhier, der als Gegenkandidat bei den Bürgermeisterwahlen antritt, weht auf einmal ein frischer Wind durch die angestaubten Amtsstuben und ein heißer Wahlkampf entbrennt. Während der g’scheit daher redende Preuße die Unterstützung der Frauen, zu denen auch die Bedienung Rosa Datschl (Katrin Stallmeister) gehört, gewinnt, greift Bürgermeister Irlacher auf seine trinkfesten und etwas dammischen Kumpels und Gemeinderatskollegen (Leo Kindshofer sen., Harald Kindshofer und Bernhard Kopp) als Wahlhelfer zurück. Deren Wahlkampfmotto „Wia immer eam“ sieht ziemlich einfallslos gegen den Wahlspruch „wählt Stüder und die Gemeinde erblüht wüder“ aus.

Schließlich gipfelt der Wahlkampf in die Einbeziehung des Publikums. Mit großem Engagement, viel Spass und mit diversen Schnäpsen in ihren Körben verteilen die drei weiblichen Wahlkämpferinnen mit ihrem Kandidaten Stüder in jeder Reihe des Publikums Stamperl mit Hochprozentigem, während die Wahlhelfer vom Altbewährten Bürgermeister Irlacher mit leeren Floskeln und lautem Auftreten ihren Wahlkampf betreiben. Da auch das Rededuell der beiden Kandidaten nicht Richtungsweisend ist, versuchen beide Gruppierungen ihren Kandidaten durch Pfuscherei zu unterstützen, wobei es gilt den Gsodmoar, den örtlichen Metzger und Feuerwehrhauptmann (Patrick Schosser) zu hintergehen. Ziemliche Verwirrungen und Verwicklungen zeigen am Ende jedoch, obwohl das Publikum auch aktiv an der Stimmabgabe beteiligt wird, dass alles beim alten bleibt.

Mei des warn a scheene Stück’l

Menü